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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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„Droh ihr (das Strafgericht) an“

Die Barmherzigkeit Gottes

Jona 1,1-2
10. Oktober 2017

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„Das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amittais: Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr (das Strafgericht) an! Denn die Kunde von ihrer Schlechtigkeit ist bis zu mir heraufgedrungen."

Als ich, wie es unser Heiliger Vater empfohlen hatte, wieder einmal den Propheten Jona zu lesen begann, da blieb ich richtiggehend bei diesen beiden Versen stecken. Und plötzlich stellte sich mir die Frage, ob der Auftrag an den Propheten, Ninive zu warnen, nicht auch als Akt der Barmherzigkeit Gottes gesehen werden darf und muss. Gott hätte ja auch einfach seiner Gerechtigkeit den Lauf lassen können. Ab er nein, er gibt uns immer und immer wieder eine Chance. Und dabei gibt es auch immer nur eine Bedingung, unser Wille zur Umkehr. Dann können unsere Sünden so schwer sein, wie sie wollen. Gott verzeiht. Aber einfach verzeihen ohne diesen festen Willen, das wäre doch ungerecht gegenüber jenen, die unter unseren Sünden leiden. Ich glaube, wir alle und die Kirche müssen wieder mehr unser Prophetenamt wahrnehmen und die Menschen warnen, zur Umkehr rufen. Dann kann Gott uns und unserer Welt viel, viel mehr verzeihen.

Wenn wir dann dabei selber auch noch fähiger werden, unserem Nächsten zu verzeihen, dann steht Gott auch seine Gerechtigkeit viel weniger im Wege, wenn ich das einmal so sagen darf.



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