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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Das uns aller Heiligste


So läuft der Betrug

 
03. Juni 2020
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Zweimal ist im Artikel zu Fronleichnam unserer Pfarreiseelsorgerin von dem «uns aller Heiligsten» die Rede, vom Allerheiligsten aber nie. Vom jenen heiligen, himmlischen Brot ist die Rede, das allen Menschen ihre Würde verleiht, und dass Fronleichnam das Fest des Leibes und Blutes Jesu, das Fest der Eucharistie sei. Von Realpräsenz jedoch, von der tatsächlichen Gegenwart unseres Herrn unter den Gestalten von Wein und Brot ist nirgends die Rede. Wir knien vor Gott nieder, dem uns aller Heiligsten, wird gesagt, und dass «dieser Mensch Jesus, der schon immer ungeschaffen bei Gott war». Dass Gott der dreifaltig Eine ist und Christus die zweite Person dieser Allerheiligsten Dreieinigkeit, dass wir deshalb ganz bewusst vor ihm im Allerheiligsten Sakrament des Altares» niederknien, das geht bei diesem Tanz um den heissen Brei – ich nehme einmal an ganz unbewusst – unter.

So läuft der Betrug an uns einfachen Gläubigen. Es wird alles so gesagt, dass man es durchaus richtig verstehen kann. Es wird aber alles auch so gesagt, dass grundlegende Wahrheiten unseres Glaubens verschwiegen, wenn nicht gar geleugnet werden. Und so soll unsere Kirche wieder glaubwürdig, so sollen die Menschen wieder zu einer tragfähigen Beziehung zu Gott geführt werden. «Verzell du das am Fährima!» (erzähle das dem Fährmann) pflegt der Basler bei solchen Gelegenheiten zu sagen.


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