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Buchbesprechung
Stefan Fleischer

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Die Erde liegt hinter uns

Ein leider vergriffener Roman von Louis de Wohl
zum Thema Erbsünde

Aus dem Gedächtnis erzählt
17. Juni 2018

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Das Buch entstand und spielt in einer Zeit, in welcher die Raumfahrt noch in den Windeln steckte. Aus heutiger Sicht enthält es auch grobe, wissenschaftliche Fehler. Die Geschichte aber ist in ihrer Grundfrage eigentlich zeitlos.

Die Menschen hier auf unserer Erde hatten entdeckt, dass es auf einem Planten im All intelligente Lebewesen geben muss und schicken eine bemannte Rakete dorthin. Dort findet die Mannschaft sehr menschähnliche Wesen vor, nur weitaus intelligenter als wir und in einem paradiesischen Zustand. Es gibt dort zwar keinen Einheitsbrei, sondern auch handfeste Unterschiede in den körperlichen und intelligenzmässigen Fähigkeiten. Auch gibt es eine hierarchische Rangordnung und Führung Es gibt dort aber keinen Schmerz und kein Leid, keinen Neid und keine Unzufriedenheit. Es gibt dort auch keinen Tod. Wenn ihre Zeit abgelaufen ist, werden diese Geschöpfe einfach zu ihrem Schöpfer entrückt.

Es war aber dem Versucher gelungen, einen Mann der Mannschaft im letzten Moment vor dem Start auszuschalten und seinen Platz einzunehmen. Dieser versucht nun, die Bewohner des Planeten zu überzeugen, dass auf dem Planeten Erde alles zum Schlimmsten bestellt sein, und dass sie berufen wären, dort einzugreifen und Ordnung zu schaffen. Diese finden den Vorschlag nicht schlecht und senden zuerst einmal ein Raumschiff zur Erkundung auf die Erde. Den beiden anderen Missionsteilnehmern aber gelingt es, als sie dies merken, in ihrem Raumschiff zurück zur Erde zu fliehen, um diese vor der Gefahr zu waren. Da sie jedoch keine Beweise haben, und das Raumschiff des Planeten und ihre Besatzung sich für die Menschen unsichtbar machen kann, werden sie nicht ernst genommen.

Die "Besucher" aus dem All nehmen nun den Kontakt zu ihren ehemaligen Gästen auf und finden sie in einer Kirche bei der Feier der Heiligen Messe. Mit ihrer überragenden Intelligenz sehen sie sofort, was hier geschieht und erkennen das, was wir im Osterhymnus singen: "O glückliche Schuld, welche uns einen solchen Erlöser geschenkt hat." Nun wird ihnen auch klar, dass es nicht ihr Auftrag sein kann, die Erde zu "erlösen", dass hier eine Versuchung des Widersachers vorliegen muss. Sie verabschieden sich von den Raumfahren und kehren dankbar, glücklich und zufrieden zu ihrem Planeten zurück mit dem Versprechen, nie mehr versuchen zu wollen, einen anderen Planten zu erlösen.


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