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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Der Weg aus der Kirchenkrise

  Auf Utopien verzichten

10. April 2021
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Auf eine Quellenangabe verzichte ich hier bewusst, um niemanden davon abzuhalten, diese Meinung in Ruhe und unvoreingenommen zu lesen. Mir geht es hier nicht um die Position der Menschen hinter dem Interview aus welchem dieser Text stammt, sondern um die Frage, ob hier nicht der Weg vorgezeichnet ist, den unsere Kirche, den wir alle einschlagen sollten, um uns mit Gottes Hilfe aus der heutigen Kirchenkrise heraus zu arbeiten.

Mit welchen Mitteln kann sich die Kirche Ihrer Meinung nach von diesen Irrtümern befreien und sich erneuern?

Zuallererst muss man auf Utopien verzichten und zur Wirklichkeit zurückkehren, zurück zu den Wurzeln der Kirche. Man könnte drei Schlüsselpunkte aufzeigen, die sich die Kirche wieder zu eigen machen muss – die sie wieder anfangen muss, ohne Zugeständnisse und ohne Komplexe zu predigen: erstens die Existenz der Erbsünde und ihrer Auswirkungen (die dreifache Begierlichkeit, von der der heilige Johannes in seinem ersten Brief spricht) – und dies entgegen jeder Form von naturalistischer Naivität; sodann die Notwendigkeit der Gnade, Frucht der Erlösung, einziges Heilmittel – aber ein allmächtiges Heilmittel –, um über diese verheerenden Auswirkungen zu triumphieren; und schließlich die Transzendenz eines letzten Ziels, welches sich nicht auf dieser Erde, sondern im Himmel befindet. Dies in Erinnerung zu rufen, würde bedeuten, wieder anzufangen, „die Brüder zu stärken.“ Der wahre Glaube würde wieder gepredigt werden: er ist die notwendige Bedingung für jedes übernatürliche Leben; er ist auch der unentbehrliche Hüter des Naturgesetzes, das in seinem Ursprung ebenfalls göttlich, ewig und unveränderlich ist, die notwendige Grundlage, um den Menschen zu seiner Vollkommenheit zu führen.



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