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Emmishofen
Kreuzlingen














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Internat
der Redemptoristen









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Basel














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Pfarrei Christ-König
Biel

Über mich


Aufgewachsen bin ich in einer ganz normalen, katholischen Familie. Mein Vater sang im Kirchenchor. Meine Mutter liebte ganz besonders die Kapelle von Bernrain, die am alten Pilgerweg nach Santiago de Compostela liegt und an die Geschichte eines Knaben erinnert, der beim Holzsammeln einem Wegkreuz eine Tauperle von der Nase wischte indem er sagte: "Herrgott, lass dich einmal schnäuzen!" Er soll deswegen mit der Hand am Kreuz hängen geblieben sein, bis eine Prozession aus Konstanz ihn erlöste.

Diese Kapelle wird von den Redemptoristen betreut. Bei ihnen wurde ich Ministrant. Sie machten mir Mut zu versuchen, Priester und Missionar zu werden. Bei ihnen trat ich ins Internat ein. Ich lernte ziemlich leicht. Schon damals schrieb ich gerne. Nur war ich meist zu faul meine Texte auszufeilen. Meine Aufsätze entstanden in einem Guss, und waren deshalb manchmal gut, manchmal weniger. Auch einige Gedichte entstanden in dieser Zeit, freier Rhythmus, freier Reim, einfach ein wenig anders als andere. Sonst aber war ich ein ziemlich unauffälliger Zögling, nicht sehr fromm, eher gehorsam als brav.

Etwa ein Jahr vor der Matur wurde mir klar, dass das Priestertum nicht mein Weg, nicht meine Berufung war. Da aber dieses Internat nur für Priesteramtskandidaten bestimmt war, und meine Eltern mir kein anderes finanzieren konnten, entschied ich mich für eine Zwischenzeit als Liftboy in einem Hotel in Luzern. Dann versuchte ich, meine Matura mittels Abendkurse in Basel doch noch zu schaffen, was glücklich misslang. Daneben arbeitete ich
im Bahnhofbüro einer Speditionsfirma. Darnach kehrte ich nach Hause zurück, wo ich einen Posten im Büro für Arbeitsvorbereitung und Termin in einem Industriebetrieb fand. Daneben träumte ich als kleiner Korrespondent von einer Karriere im Journalismus. Doch dann gründete ich meine Familie. Es war die Zeit, als die ersten Laien zu Lektoren und Kommunionhelfern berufen wurden. Mein Pfarrer fragte mich an, und so gehörte ich zu den ersten, die einen entsprechenden Kurs, der noch vom Bischofsvikar persönlich gegeben wurde, besuchen durften .

Beruflich wechselte ich damals in den Bankensektor und arbeitet im Büro für Zahlungsverkehr. Als ich merkte, dass meine Französischkenntnisse aus der Internatszeit zu schwinden begannen, suchte ich mir eine Anstellung auf der Sprachgrenze und fand eine Stelle in Biel in der Sparkassenabteilung einer Grossbank. Dort erlebte ich den beruflichen Aufstieg über den Kassier zum internen Revisor, zum Organisator und schlussendlich zum Bereichsleiter Dienste. Als dann die Niederlassung zur Geschäftstelle degradiert wurde, wechselte ich in die Organisationsabteilung der Generaldirektion.

Auch in meiner neuen Pfarrei blieb ich Lektor. Erst nach dem Umzug in unser Eigenheim, der einen Pfarreiwechsel mit sich brachte, gab ich diese Funktion auf, nachdem die Laientheologin in einer Predigt behauptete, Christentum sei, wo man den Militärdienst verweigere. Das war einer der ersten Anstösse, mich intensiver mit meinem Glauben auseinander zu setzen. Viele andere folgten, von ganz moderner wie auch von sehr konservativer Seite. Einer, der sich schlussendlich als entscheidend herausstellen sollte, war, als mich meine Frau überredete, dem lebendigen Rosenkranz beizutreten. Dieser verpflichtet den Einzelnen, jeden Tag einen Zehner zu beten, der ihm für das ganze Leben zugelost wird. Mein Geheimnis wurde "den du, o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast". Inzwischen glaube ich meinen Weg gefunden zu haben, einen Weg an der Hand meiner Mutter, der heiligen Kirche, aufgeschlossen gegenüber Neuerungen, die vom Lehramt selbst herrühren, skeptisch gegenüber privaten Meinungen und Experimenten, von welcher Seite sie auch kommen (nur noch viel zu wenig skeptisch, gegenüber meinen eigenen Ansichten).

Bei der Suche nach meinem Weg stiess ich auf die Nachfolge Christi von Thomas von Kempen. Sie vermittelte mir zunächst einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits sprachen mich viele dieser Gedanken sehr an, andererseits stiess ich mich an der Sprache dieser mittelalterlichen Spiritualität. Schlussendlich bildete ich mir ein, eine eigene, moderne Nachfolge  Christi schreiben zu können. Heute weiss ich, dass das unmöglich ist. Heute gehört Thomas von Kempen zu jenen Büchern, die ich regelmässig für meine geistliche Lesung benutze. Und aus dem Versuch, dieses Standardwerk der katholischen Spiritualität für heute neu schreiben zu wollen, wurde mehr und mehr das Bemühen, schlicht und einfach eine eigene Spiritualität zu entwickeln und diese auszuformulieren, um sie selber besser zu verstehen, aber auch besser umsetzen zu können. Ein Priester, den ich bat, mich auf mögliche theologische Fehler aufmerksam zu machen, ermunterte mich, das Werk zu publizieren. Wenn ich es heute in der Hand halte, dann weiss ich, dass diese Arbeit wohl mir selber am meisten geschenkt hat und immer noch schenkt. Dass es zum Teil sehr positive Reaktionen auslöst, freut mich natürlich sehr. Wenn es auch anderen auf ihrem ganz persönlichen Weg zur Heiligkeit hilfreich sein kann, dann darf ich sicher glauben, dass das nicht allein mein Verdienst sein kann, sondern dass auch unser himmlischer Vater in seiner weisen Pädagogik die Hand im Spiel hat. Dafür will ich versuchen, sehr dankbar zu sein.

Die grosse Enttäuschung liess nicht allzu lange auf sich warten. „Mein“ Verlag musste aus persönlichen Gründen aufgeben werden. Noch ist Vieles nicht geregelt. Immerhin hat der Dominus-Verlag in Augsburg den Vertrieb übernommen.

Inzwischen reifte der Gedanke zu einem weiteren Werk. Im Verlauf vieler Diskussionen mit Leuten verschiedenster Spiritualitäten und Weltanschauungen, nicht zuletzt in Internetforen, waren einige Aphorismen entstanden. Es reizte mich, diese zu veröffentlichen. Dabei stiess ich auf die Möglichkeit des Book on demand. Das war für mich die Herausforderung, einmal selber Herausgeber zu spielen. Nun ist auch dieses Büchlein auf dem Markt, ohne grosse Chancen allerdings, aber als eine weitere schöne und reiche Erfahrung für mich. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich, wie ich es auch erwartet hatte. Sie reichen von „begeistert“ über „teils-teils“ bis zu „ablehnend“.

Die Freude am Schreiben ist mir geblieben. Ob nochmals etwas von mir erscheinen wird, ist zwar sehr unsicher. Also sage ich einfach: „So Gott will!“ und versuche dankbar zu sein für all Seine Gaben, wie sie auch aussehen werden.


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das kreuz von bernrain
Das Kreuz
von Bernrain

und die Erinnerung








Luzern
Luzern










biel
Biel












Krypta
Mosaik in der Krypta
von St.Maria
Biel

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