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- P. W. Ludin vom 26.. Februar 2007 - Pater W. Ludin Wer
meinen Blog regelmässig besucht, weiss es: Bei jeder
meiner theologischen Aussagen schreibt Stefan Fleischer
unverzüglich ungefähr
das Gegenteil. Er hat mir nun sein Buch geschickt, damit ich Gegenrecht
halten
und einen Verriss schreiben könne. Ich habe das Werk
möglichst vorurteilslos
angeschaut und kann nun folgendes schreiben: Der Autor, ein pensionierter Bankmitarbeiter, ist bekannt durch seine fundamentalistisch angehauchten Leserbriefe und ebensolche Einträge in Weblogs mit religiös-kirchlichen Inhalten. Wer es trotzdem wagt, sein kleines Buch in die Hand zu nehmen, wird überrascht. Denn sein Inhalt ist geprägt von einer gesunden, wenn auch eher traditionellen Frömmigkeit. Unter dem Begriff Heiligkeit versteht Stefan Fleischer eine tiefe Beziehung zu Gott. Auf dem Weg dorthin empfiehlt der Autor, der sich vom berühmten Buch Nachfolge Christi inspirieren liess, u.a. Gebet, Teilnahme am Sonntagsgottesdienst, Verzicht, Beichte und Seelenführung. *
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Gefunden im Blog Apostolicam Actuositatem als Beitrag vom 8. November 2009 Dieses Buch verzichtet bewusst auf religiöse Sachdebatten und Reizthemen, sondern beschäftigt sich in wohltuend einfacher Sprache mit der Haltung eines Christen auf dem Weg zur Heiligkeit. Heiligkeit ist kein exklusives Privileg einiger weniger Auserwählter, sondern gemäss des 2. Vatikanums (s.a. die Dekrete Lumen Gentium und Apostolicam Actuositatem) die Berufung eines jeden Christen, auch und besonders der Laien. "Habt keine Angst, die Heiligen des 3. Jahrtausends zu sein" rief Johannes Paul II. den Jugendlichen während der Vigil des Weltjugendtages 2000 in Rom zu. Und diese Heiligkeit verwirklicht sich im alltäglichen Leben, sie enstspringt der inneren Haltung des Christen, eine Haltung, in der sich die Seligpreisungen der Bergpredigt sichtbar erfüllen. Das Buch bietet Hilfe zu einer lebendigen Beziehung "Leser-Gott", berichtet beispielsweise über persönliche Erfahrungen des regelmässigen Gebets und geistiger Übungen. Auch die Stolpersteine auf dem Weg zur Heiligkeit kommen in dem Buch zur Sprache, menschliche Schwächen, wie Stolz, Überheblichkeit, Habgier. Dinge, die die Beziehung "Gott-Mensch" und deshalb auch die Beziehung zwischen den Menschen behindern. Die Heiligkeit, die man auch mit Bekehrung umschreiben kann, ist eine Sache, die man sich jeden Tag neu erbitten und "erkämpfen" muss. Man wird in diesem Buch jedoch keine moralinsauren Verhaltensregeln finden, auch eine konkrete christliche Gebrauchsanweisung für spezielle Lebenslagen sucht man in "Heiligkeit für Anfänger" vergebens. Man kann "Heiligkeit für Anfänger" getrost als ein geistiges Vademecum bezeichnen, einen Ratgeber, der deshalb so glaubwürdig und authentisch ist, weil er in vielen Dingen auf der persönlichen Glaubenserfahrung des Autors basiert. Wer wie ich ein Fan von Thomas de Cempis' "Nachfolge Christi" ist, wird auch dieses Buch lieben. |